01 the rocket summer – of man and angels
02 the rocket summer – b-sides (of man and angels)
03 biffy clyro – only revolutions
04 angels and airwaves – love
05 the maine – black & white
06 better luck next time – a lifetime of learning
07 the gaslight anthem – sink or swim
08 the autumn film – the ship and the sea
09 the gaslight anthem – american slang
10 i can make a mess like nobodys business – the world we know
in meinem persönlichen musikalischen jahresrückblick beschränke ich mich diesmal nicht auf platten die undbedingt 2010 erschienen sind, sondern auf die musik, die mir in diesem jahr am meisten spaß gemacht hat und somit am meisten gespielt wurde.
so ist zum beispiel “biffy clyros – only revolutions” erst in diesem frühjahr bei mir auf dem player gelandet und hat mich seit dem nicht mehr los gelassen. die schotten legen damit meiner meinung nach noch eine bessere platte als das knalleralbum “puzzle” von 2007 ab. “only revolutions” klingt zwar zunächst netter und poppiger als der vorgänger, ist aber gleichzeitig detailverliebter, ideen- und abwechslungsreicher sowie textversierter. es gibt einfach keinen schlechten song auf der platte und obwohl das musikalische spektrum sehr vielfältig ist werden die songs im gesamtkonzept gut eingefangen.
etwas anders ist es bei “the gaslight anthem”. das neue “american slang” ist durchweg eine geile platte, kann aber nicht so ganz an den vorgänger “the 69 sound” heranreichen. das musikalsich spektrum ist zwar breiter und die songs sind durchweg ohrwurmig, aber teilweise ist mir die platte doch etwas zu sehr auf pop ausgerichtet. mir fehlt bei text und arrengement die kompromislosigkeit der alben zuvor. daher ist auch die erste platte der band “sink or swim” wieder auf meinem player gelandet und nachdem ich sie vor gut zwei jahren nicht so mochte ist sie nun für mich völlig aufgegangen. an den oft schiefen und etwas übertrieben rauhen gesang musste ichm ich zunächst gewöhnen, hatte dann aber meinen aha effekt. beide platten daher also vielleicht auch grade wegen dem hohen kontrast zueinander definitiv mit die meistgehörten platten des jahres.
kurz bevor ich im april nach kalifornien aufgrbrochen bin konnte ich noch die neue “the rocket summer” platte ergattern und das war die beste ideee überhaupt. jede einzelne platte von bryce avary hatte mich früher schon umgehauen. überhaupt halte ich bryce für einen der besten musiker der neueren generation. in deutschland hat “the rocket summer” leider noch keinerlei aufmerksamkeit erhalten was mir ein rätsel ist.
die neue platte “of men and angels” jedenfalls leif bereits im flugzeug nach l.a. hoch und runter und zunächst war ich unsicher, da der sound doch nochmal eine ganz ecke poppiger aber auch fetter ist als auf den alben davor. die songs klingen nun noch voller und etwas anders als der bisherige stil. spätestens dann aber on the road laut im auto durch kalifornien hatten mein kumpel daniel und cih keine fragen mehr. obwohl daniel den musikstil eher nicht so mag fand er jeden song gut und wir haben ununterbrochen mitgesungen. definitv die beste und langlebigste platte in diesem jahr. im herbst gab es dann noch eine b-sides ep zum album. die bezeichnung b-side ist dabei einfach nur ein schlechter witz. jeder verdammte song der b-sides lässt sich problemlos mit jedem song des albums austauschen und steht in nichts nach. unfassbare sache. ich freu mich einfach nur auf das nächste album. mehr davon. einfach mehr davon.
am überraschndsten fand ich in diesem jahr das neue album von “the maine”. nach drei guten eps und dem saucoolen full-length album “can’t stop won’t stop” 2008 hatte die band ja einen gewissen sound ihr eigen genannt. auch der etwas übertriebene gesang und die enorm poppige, fast boybandartige produktion waren ein markenzeichen, aber eben auch oft dagewesen und kopiert. vielleicht war es genau das, die große masse an ähnlichen powerpop bands oder einfach das älter werden, die ein umlenken herbeigeführt haben. man weiß es nicht. fakt ist das die neue platte vom sound, songwriting und vor allem vom gesang eine andere richtung einschlägt. immer noch ist alles ziemlich poppig und super eingängig, aber der stil ist deutlich rockiger, deutlcih klassischer würde ich fast sagen. die jungs klingen zwar hochaktuell produziert, aber alles andere klingt mehr nach 90er jahre. vereinzelten songs könnten gar von süäten “meat loaf” oder den alten “Goo Goo Dolls” stammen. klassischer rock in sehr modernem gewand wird hier plötzlcih geboten. auch der gesang ist durchweg rauher und sänger john o’callaghan wirkt wie ausgewechselt. trotz dem krassen wechsel bleibt irgendwo der charme der alten “the maine” erhalten und zehn kurze radiotaugliche ohrwürmer reichen aus um eines der besten alben des jahres im bereich rock, ohne widerrede, zu haben.
mit love gab es im märz das dritte album von tom delonge’s angels and airwaves zum kostenlosen download. mit der bitte ihn mit einer spende zu unterstützen vertraut tom auf den hörer und in erster linie auf seine bombastische musik. zu recht kann man sagen. zwar klingt auf love vieles ähnlich den beiden vorgängern, dafür scheint der sound nun perfektioniert. zuvor standen einzelne gute songs und viel produktion im vordergrund. mit love schafft tom ein durchgängiges konzept und ein selbstbewussten bisher bestes album. so muss das klingen!