Category: my stupid boy project


on august 12th 2011 i became a trainee teacher/instructor in the company i work for. the same night we had our yearly summer party and i got drunk pretty bad. thats when i came up with this. i’d really love to be a decent teacher, an educator even. to fulfill my new assignment even apart from the daily work, i will write my “words of wisdom” for one entire year. i hope you enjoy!

Bei meinem Projekt minimalistischer zu Leben habe ich im Februar gelernt, dass dieses Vorhaben im Gesamtbild viel härter ist als ich Zuvor erwartet hatte.

Zwar konnte ich in letzten Jahren bereits viele überflüssige Dinge wie, CD’s, Stereoanlage, Fernseher und Ähnliches loswerden, dennoch sammeln sich immer wieder zahlreiche Dinge an, die mir einfach nur einstauben. Darüber muss man nachdenken. Besonders dann wenn ich etwas verstaue und denke, das ich es irgendwann sicher noch mal brauche ist das in den meisten Fällen natürlich quatsch. Wenn ich etwas seit Ewigkeiten nicht benutzt habe ist es unwahrscheinlich das es in Zukunft wieder zum Einsatz kommt. Noch schlimmer sind in diesem Zuge Dinge, die irgendwann mal kaputt gegangen sind, die man aufbewahrt, weil man sie irgendwann ja noch reparieren könnte. Aber Hand auf’s Herz, wie oft kommt das wirklich vor? Also bei mir ganz ehrlich gesagt nie.

Erster Sortierschritt

Im ersten Sortierschritt waren genau das die Dinge, noch dazu fast immer Dinge, die auch nicht weitergegeben oder Verkauft werden könnten, die direkt in den Papierkorb gewandert sind.

Im zweiten Sortierschritt bin ich meinen Kleiderschrank durchgegangen und habe alles für die Altkleidersammlung freigegeben das ich im letzten Jahr nicht angezogen hatte. Das war bis auf wenige Ausnahmen wirklich einfach. Ich habe jedoch den Eindruck immer noch zu viel Kleidung zu besitzen. Hier bin ich im Februar nicht weitergekommen. gerne hätte ich eine minimalistische Garderobe zusammengestellt, aber
ich konnte mich nicht entscheiden was dazu gehören würde. Ich denke im Laufe des Jahres werde ich hier noch mal ansetzen.

Was besitze ich noch? Im Grunde nicht viel! von digitalen Medien…

Meine CD’s bin ich längst losgeworden nachdem ich bereits vor ca. sieben Jahren komplett auf digitale Musik umgestiegen bin. Bei DVD’s verhält es sich ähnlich. Ich habe keine Lust etwas zu sammeln, das ich genauso gut on-demand im Internet wenn mir danach ist beziehen kann. Aus diesem Grund Speicher ich in der Regel auch keine Filme oder Serien mehr auf meinen Festplatte. Doppelt schaue ich diese in der Regel nie. Aufbewahren macht also hier einfach keinen Sinn. Datenmüll gibt es eh schon viel zu viel. Anders verhält es sich bei Büchern. Bücher kann ich bisher einfach nicht wegdenken, schon gar nicht Exemplare, die wirklich prägend waren. Die Ästhetik eines Bücherregals finde ich auch nach wie vor wohnlich. Ich bin gespannt wie sich meine Meinung dahingehend in der Zukunft verändert. Digitale Reader sind ja bereits zum Standard geworden.

Papierkram

Der größte Quatsch der sich ansammelt ist im übrigen Papierkram. Rechnungen, Mitteilungen von Bank und Co, Gehaltsabrechnungen und und und…. Es hat einfach kein Ende. Das ganze verschicken, das ordnen, das aufbewahren und das antworte in postalischer Form ist nur noch sinnfrei. Besonders das Versenden von Faxen, sollte endgültig verboten werden. Warum kann ich meinen Handyvertrag nicht per Button online kündigen? Schikane! Faxe bitte in Zukunft per Mailanhang wenn es denn schon überhaupt sein muss! Ginge es um mich könnte all das endlich digital stattfinden. Es ist ein Unding diese Papierberge immer weiter zu produzieren. Kommunikation ist heutzutage digital und nicht anders. Ich habe jetzt alles was unwichtig war verbrannt. Alles was hingegen in irgendeiner Form irgendwann noch mal für irgendeinen verdammten Nachweis wichtig sein könnte habe ich hingegen gescannt. Real unterschrieben ist doch heutzutage von diesem ganzen Papierkram sowieso nichts mehr. Nur Müll und noch mal Müll der sich einfach nicht sinnvoll archivieren lässt, denn ich kann einem Rechnungsschreiben der Telekom einfach keine Tags zuweisen.
Dem ist jetzt nicht mehr so!

Abschließende Bemerkung

Vielleicht bin ich nicht mit 100 Dingen und weniger aus dem Monat gegangen, aber weniger ist es doch geworden. Das fühlt sich nicht schlecht an, im Gegenteil, es fühlt sich vielmehr befreiend an immer mal wieder Zeug auszusortieren. Klarheit zu schaffen…. Ich glaube einmal mehr, wenn man es schafft sich physisch von Dingen möglichst vielem frei zu machen, schafft man es auch leichter psychisch mit Dingen aufzuräumen.

Mein erstes stupid project über das ich hier schreiben möchte findet in diesem Februar statt.

100 Dinge

Es handelt sich dabei um eine Grundidee die ich bereits seit einigen Jahren verfolge: so wenige Besitztümer anzuhäufen wie möglich und damit so minimalistisch zu leben wie es eben geht. Dabei geht es weniger darum arm oder sparsam zu leben als mehr darum sich frei zu machen von unnötigen Ablenkungen und dem Ballast des eigenen Besitzes. Außerdem empfinde ich eine zugestellte oder gar kitschige Wohnung oder Arbeitsumfeld als überaus unschön. Ich mag es da eher schlicht und funktionell. Daher habe ich mich die letzten Jahre schon versucht von überflüssigen Möbeln und unnützen Staubfängern zu trennen. Dennoch stelle ich jetzt fest einiges angehäuft zu haben.
Grund genug also die Regeln neu zu definieren und eine radikale Neuordnung im Februar anzustreben.

Im letzten Jahr verfolgte ich bereits hin und wieder den Blog von Kelly Sutton, der auf “cultofless” über seinen Fortschritt ein minimalistischeres Leben zu führen berichtete. Dabei trennte auch er sich von zahlreichen seiner Besitztümer. Das erklärte Ziel war es mit nur 100 Besitztümern das Jahr zu beenden.

100 Dinge zu besitzen klingt erstmal okay, wenn man beginnt darüber nachzudenken, merkt man jedoch schnell wie radikal diese Vorstellung ist. Für meinen eigenen Ansatz muss ich für mich zunächst definieren was zu diesen 100 Dingen zählen würde und was nicht.

my stupid project:

In diesem Februar möchte ich alos so viele überflüssige Dinge die ich besitze loswerden wie es mir möglich ist. Das oberste Ziel 100 Dinge zu besitzen wäre sehr spannend aber soll nicht verpflichtend sein. Zunächst möchte ich meinen Besitz einfach reduzieren.

Was nicht zu diesen Dingen gehören wird

Küchengeräte, Gewürze, Töpfe, Geschirr, Besteck

Da ich in einer WG wohne ist es ohnehin nicht allein meine Entscheidung was da bleibt und was nicht. Oft kommt es mir allerdings extrem vor, was die unterschiedlichen Mitbewohner an Dingen mitbringen und was dadurch bei uns ohne Sinn lagert. All diese Dinge und auch die, die ich mit gebracht habe sehe ich allerdings als Kollektivbesitz und somit ausgeschlossen von meiner Liste.

Badutensilien und Unterbekleidung:
Es ist immer schön ein paar zusätzliche Socken zu haben wenn die alten in der Wäsche sind.
Unterwäsche und auch Badutensilien, von denen ich ohnehin nur das nötigste (Rasierer, Zahnbürste, Duschzeug und Gesichtscreme) besitze sind ebenfalls außen vor.

Vorratsdinge:
Alles was ich gekauft, da ich es hin und wieder benötigte, wie Batterien, Briefumschläge,
Farben, Papier zählt nicht dazu. Es wäre Verschwenderisch das alles jedes mal neu zu kaufen.
Lediglich wenn es absehbar ist, das ich es die nächsten Jahre nicht mehr brauchen werden kann es weg.

Werkzeuge:
gehören der WG und somit betrachte ich sie nicht als allein mein Eigentum. Sollte ich mal ausziehen nehme ich nur einen dringend nötigen Anteil von diesen Dingen mit.

Alles andere, also vor allem die Dinge die sich in meinem WG-Zimmer befinden, werde ich im Verlauf des Monats doppelt überprüfen und gegebenenfalls loswerden!

my stupid project

Wie schon vor ein paar Wochen (diesem Beitrag) erwähnt bin ich sehr angetan von so genannten “stupid boy projects”. Als Erfinder dieser Bezeichnung ist wohl Danny Wallace in seinem Roman Yes Man zu nennen. Im Buch beschreibt Danny wie er ein halbes Jahr jede Entscheidungsfrage die ihm gestellt wird mit “Ja” versucht zu beantworten.

Das ist ein besonders einschneidendes Projekt wie ich finde und sicherlich nicht ohne weiteres durchführbar. Inwieweit Wallace in seinem Buch übertreibt und ausschmückt erfährt man ebenfall nicht. Spannend ist jedoch die Ausgangsidee und die Berichterstattung über deren Durchführung. Auch Dannys weitere Bücher sind vom Prinzip ebenfalls als “Stupid Boy Projects” einzuordnen und in diesem Sinne als literarisch geschilderte Selbstversuche zu bezeichnen.

Von genau diesem Prinzip der Herausforderung von sich selbst bin ich begeistert.

Was genau ist ein “stupid boy project“?

Erst einmal ist die Bezeichnung irreführend, da es sich nur auf ein Geschlecht bezieht, was natürlich nicht Sinn und Zweck sein soll. Ich bevorzuge deshalb die Bezeichnung “my stupid project”. Das “stupid” passt dabei in dem Sinne sehr gut, als das es sich bei der selbst gestellten Aufgabe, dem Projekt um etwas handeln soll, das eben nicht alltäglich ist. Etwas, dass wenn man jemandem davon erzählt, kopfschütteln oder eine in falten gelegte Stirn erntet. Konkret würde das heißen, das Selbstprojekt “aufhören zu rauchen” ist zwar löblich aber kein “my stupid project” nach meiner Definition. Im Freundeskreis gibt es immer wieder solche Projekte, beliebte Bespiele sind: einen Schnäuzer wachsen lassen, die Gründung einer Spaßband, eine gewissen Zeit auf sein Handy verzichten und viele mehr.

Man tritt so oft auf der Stelle und folgt einem festen Alltagsschema, das ein entsprechendes Projekt mit festem Ziel in vielerlei Hinsicht eine tolle Abwechslung sein kann. Ich glaube generell, das die meisten Projekte, egal ob Sie erfolgreich sind oder nicht, viele neue Erfahrungen und Perspektiven mitbringen und somit immer ein Fortschritt für die persönliche Entwicklung sein können.

Aufmerksamkeit erlangte bei mir in diesem Zusammenhang auch Autor Tim Ferris mit seinem Buch the four hour body oder the 4 hour work week. Hier beschreibt er Selbstversuche im Bezug auf Körper- oder Produktivitätsoptimierung was sich sehr spannend liest und mit vielen interessanten Blickwinkeln aufwartet. Eben “thinking outside of the box” geparrt mit der Neugierde eigene Erfahrungen im Leben zu sammeln.
Auch bin ich seit Monaten bei the health month angemeldet und fordere mich Monat für Monat selbst heraus gewisse Dinge regelmäßig zu tun, Nahrungsgewohnheiten umzustellen und so weiter.

Ideen sind wertlos…. wenn es nur Ideen bleiben!

Jonas, mein Lieblingskollege, verbringt die meisten Mittagspausen mit mir. Meist entwickeln und diskutieren wir über unsere Ideen aus sämtlichen Bereichen. Oft denke ich mir das vieles davon es wert wäre, sich intensiver damit zu beschäftigen oder jemanden bräuchte der die Idee nimmt und etwas grandioses daraus macht. Nur das passiert nie. Jeder wird das von sich selber kennen, dass die meisten Ideen, für die man zunächst Feuer und Flamme ist, eben deshalb scheitern weil sie gar nicht erst über den Status des Gedankenspiels hinauskommen. Das liegt daran, das es an Zeit oder dem nötigen Geld oder einfach der Motivation wirklich daran zu arbeiten fehlt. Ich bin der Meinung das der innere Schweinehund ohnehin das größte Hindernis ist. Man entwickelt lieber Argumente gegen die Idee und warum man sie lieber nicht weiter in Angriff nimmt, als eine Strategie und ein Konzept, wie diese Idee funktionieren könnte. So kann man der Arbeit oder der eigenen Herausforderung aus dem Weg gehen. Das ist sehr schade, denn somit steht etwas Gutes im Raum, das wertlos ohne den Eifer es zu etwas zu machen. Ich ärger mich so oft über mich selber, das ich mich am Ende nicht weiter mit der Idee befassen werde und dann beschäftigt es mich noch am Abend und vielleicht noch die nächsten Tage, bis es irgendwann aus meinem Kopf verdrängt wird.

my stupid project

Fakt ist, ich bin durchaus überzeugt, von vielen dieser Ideen oder zumindest von den Ansätzen und habe mir schon oft gesagt das es Zeit ist mal wieder etwas zu machen. Daraus entstand wieder diese neue Idee: mir selbst in regelmäßigen Abständen (ich hatte an einen monatlichen Rhythmus gedacht) ein eigens „stupid boy project“ vorzunehmen und somit endlich mal was in die Tat umzusetzen um darin Übung zu bekommen.

Über diese Projekt werde ich dann jeweils hier bloggen, um den Fortschritt und die einhergehenden Überlegungen und Erfahrungen zu dokumentieren. Dabei freue ich mich über alle die ähnliche Pläne und Ideen haben und mir durch Tipps in den Kommentaren weiterhelfen können.

Mein erstes Projekt für Februar folgt in den nächsten Tagen…

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