Bei meinem Projekt minimalistischer zu Leben habe ich im Februar gelernt, dass dieses Vorhaben im Gesamtbild viel härter ist als ich Zuvor erwartet hatte.
Zwar konnte ich in letzten Jahren bereits viele überflüssige Dinge wie, CD’s, Stereoanlage, Fernseher und Ähnliches loswerden, dennoch sammeln sich immer wieder zahlreiche Dinge an, die mir einfach nur einstauben. Darüber muss man nachdenken. Besonders dann wenn ich etwas verstaue und denke, das ich es irgendwann sicher noch mal brauche ist das in den meisten Fällen natürlich quatsch. Wenn ich etwas seit Ewigkeiten nicht benutzt habe ist es unwahrscheinlich das es in Zukunft wieder zum Einsatz kommt. Noch schlimmer sind in diesem Zuge Dinge, die irgendwann mal kaputt gegangen sind, die man aufbewahrt, weil man sie irgendwann ja noch reparieren könnte. Aber Hand auf’s Herz, wie oft kommt das wirklich vor? Also bei mir ganz ehrlich gesagt nie.
Erster Sortierschritt
Im ersten Sortierschritt waren genau das die Dinge, noch dazu fast immer Dinge, die auch nicht weitergegeben oder Verkauft werden könnten, die direkt in den Papierkorb gewandert sind.
Im zweiten Sortierschritt bin ich meinen Kleiderschrank durchgegangen und habe alles für die Altkleidersammlung freigegeben das ich im letzten Jahr nicht angezogen hatte. Das war bis auf wenige Ausnahmen wirklich einfach. Ich habe jedoch den Eindruck immer noch zu viel Kleidung zu besitzen. Hier bin ich im Februar nicht weitergekommen. gerne hätte ich eine minimalistische Garderobe zusammengestellt, aber
ich konnte mich nicht entscheiden was dazu gehören würde. Ich denke im Laufe des Jahres werde ich hier noch mal ansetzen.
Was besitze ich noch? Im Grunde nicht viel! von digitalen Medien…
Meine CD’s bin ich längst losgeworden nachdem ich bereits vor ca. sieben Jahren komplett auf digitale Musik umgestiegen bin. Bei DVD’s verhält es sich ähnlich. Ich habe keine Lust etwas zu sammeln, das ich genauso gut on-demand im Internet wenn mir danach ist beziehen kann. Aus diesem Grund Speicher ich in der Regel auch keine Filme oder Serien mehr auf meinen Festplatte. Doppelt schaue ich diese in der Regel nie. Aufbewahren macht also hier einfach keinen Sinn. Datenmüll gibt es eh schon viel zu viel. Anders verhält es sich bei Büchern. Bücher kann ich bisher einfach nicht wegdenken, schon gar nicht Exemplare, die wirklich prägend waren. Die Ästhetik eines Bücherregals finde ich auch nach wie vor wohnlich. Ich bin gespannt wie sich meine Meinung dahingehend in der Zukunft verändert. Digitale Reader sind ja bereits zum Standard geworden.
Papierkram
Der größte Quatsch der sich ansammelt ist im übrigen Papierkram. Rechnungen, Mitteilungen von Bank und Co, Gehaltsabrechnungen und und und…. Es hat einfach kein Ende. Das ganze verschicken, das ordnen, das aufbewahren und das antworte in postalischer Form ist nur noch sinnfrei. Besonders das Versenden von Faxen, sollte endgültig verboten werden. Warum kann ich meinen Handyvertrag nicht per Button online kündigen? Schikane! Faxe bitte in Zukunft per Mailanhang wenn es denn schon überhaupt sein muss! Ginge es um mich könnte all das endlich digital stattfinden. Es ist ein Unding diese Papierberge immer weiter zu produzieren. Kommunikation ist heutzutage digital und nicht anders. Ich habe jetzt alles was unwichtig war verbrannt. Alles was hingegen in irgendeiner Form irgendwann noch mal für irgendeinen verdammten Nachweis wichtig sein könnte habe ich hingegen gescannt. Real unterschrieben ist doch heutzutage von diesem ganzen Papierkram sowieso nichts mehr. Nur Müll und noch mal Müll der sich einfach nicht sinnvoll archivieren lässt, denn ich kann einem Rechnungsschreiben der Telekom einfach keine Tags zuweisen.
Dem ist jetzt nicht mehr so!
Abschließende Bemerkung
Vielleicht bin ich nicht mit 100 Dingen und weniger aus dem Monat gegangen, aber weniger ist es doch geworden. Das fühlt sich nicht schlecht an, im Gegenteil, es fühlt sich vielmehr befreiend an immer mal wieder Zeug auszusortieren. Klarheit zu schaffen…. Ich glaube einmal mehr, wenn man es schafft sich physisch von Dingen möglichst vielem frei zu machen, schafft man es auch leichter psychisch mit Dingen aufzuräumen.


































































































































